Verlängerte Semesterferien der Besetzungen

Dieses Jahr auf meine Semesterferien im Sommer verzichten? Das war mir ein ganz schöner Stein im Magen. Immerhin handelte es sich um drei Monate Uni-freie Zeit. (Das Schreiben von Hausarbeiten ist ein anderes Thema und verfolgt mich ohnehin das ganze Jahr über.) Außerdem verspricht der August in Berlin meist tolles Seewetter. Zudem gehe ich davon aus, dass im diesjährigen – der Klimawandel ist jetzt fühlbar – Jahr bestimmt auch noch im September und Oktober mit angenehmen 25 Grad an der Lieper Bucht oder dem Plötzensee zu rechnen ist.

Um möglichst viel freie, hochsommerliche Berlin-Zeit mit meinen Freund*innen ausnutzen zu können, habe ich daher meinen Flug zum spätmöglichsten Abflugtermin gebucht. Das hatte auch den Vorteil, dass ich so gar nicht erst in Versuchung kommen würde, an den Welcome-Days-For-Internationals-Students teilzunehmen. Denn die Ankündigung „Bringt alle eure Nationalflagge mit für ein abschließendes Gruppenfoto“, klang für mich ziemlich abschreckend. Am Sonntag den 5. August landete ich dann also, dank Tavor trotz 2-maligem Umsteigen, sehr entspannt und ausgeruht in Córdoba. Bereits am nächsten Tag sollte die Uni losgehen.

Gleich nach meiner Ankunft, beim Frühstück mit meinen neuen Mitbewohnerinnen, erfuhr ich jedoch, dass die erste Woche keine Uni stattfinden würde. Grund dafür sei ein Streik der Dozierenden.  Das war für mich zum Ankommen natürlich erstmal praktisch. Was für mich meine gewünschte Uni-freie Zeit war – wenn auch keine Sommerferien, sondern Winterferien, obwohl das bei momentanen 30 Grad tagsüber eurer eigenen Definition überlassen ist – ist für die Menschen hier der Kampf um akzeptable Arbeitsbedingungen und die Verteidigung der freien Bildung.

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Bienvenides

Freut mich, dass du hier gelandet bist!

Ich habe vor, hier ein wenig über meinen Aufenthalt in Córdoba, Argentinien zu schreiben. Für alle, die sich über die Zahl 5000 gewundert haben, dabei handelt es sich um die Postleitzahl meines momentanen Wohnortes.

Mit 16 hatte ich mal ’ne Kolumne bei einer lokalen Zeitung. Damals hab ich über meinen Schüler*innenaustausch in Mexiko geschrieben. Deswegen dachte ich, es wäre cool,  zehn Jahre später nochmal so was wie eine eigene Kolumne haben. Nur diesmal anstatt für meine Oma und den*die bayrische*n Zeitungsleser*in, für meine Freund*innen.

Das ist mein allererster Blog überhaupt und das erste Mal, dass ich auf der Südhalbkugel (hemisferiosur) gelandet bin. Und ich kann euch sagen: Falls ihr von Lisa und Bart Simpson gelernt haben solltet, dass das Wasser beim Klospülen auf der südlichen Halbkugel andersrum abfließt; das stimmt gar nicht! Andere zufällige Faktoren übertreffen die Corioliskraft in dem Fall um ein Vielfaches. Allerdings wehen hier die Tief- und Hochdruckgebiete tatsächlich andersherum. Und der Mond kommt mir so liegend vor. Ansonsten finde ich es cool, dass die Menschen nicht bei Amazon bestellen, sondern in den Laden nebenan gehen. Einkaufen ist hier ein bisschen wie Dorf, nur netter. Ein weiterer Vorteil ist, ich kann auf Netflix mir vorher unbekannte Serien streamen, ganz ohne VPN-Client.

Bin selber gespannt, über was ich so schreiben werde. Ich denke, es wird so in die Richtung Persönliches, Riot, Reisen und Feminismus gehen.

Leider hab ich nur die Free-Version von WordPress, weswegen ich keine Plugins benutzen kann, sonst sähe der Blog natürlich noch besser aus. Sponsor*innen meldet euch!